Alte Musik Themenportal beim Deutsches Musikinformations Zentrum
Schon seit Mitte März gibt es ein spezielles Portal zum Thema Alte Musik beim MIZ. Dort findet man einige sehr interessante Beiträge sowie einen Überblick über die Alte-Musik-Szene in Deutschland heutzutage. Sehr empfehlenswert!
Alte Musik ist heute viel mehr als Bach und Händel. Zahlreiche Spezialensembles und Festivals prägen eine Szene, die beständig neues Altes entdeckt, moderne Konzertformen entwickelt und Repertoiregrenzen öffnet.
Programme von Ensembles und Festivals für Alte Musik reichen von wiederentdeckter Musik aus dem Mittelalter bis hin zu Crossoverprojekten. Ihre künstlerische Freiheit ist jedoch oft von großem finanziellen Druck begleitet.
Historische Aufführungspraxis wird an den meisten Musikhochschulen gelehrt. Die Spannweite reicht von einzelnen Vorlesungen zu dem Thema bis hin zu Instituten mit internationalem Renommee.
Autographe und frühe Drucke in spielbare Notenausgaben zu verwandeln ist in der Alten Musik eine besondere Herausforderung. Forschung und Verlage arbeiten hier Hand in Hand.
Die Aufführung Alter Musik geht seit Ende des 19. Jh. mit dem Nachbau historischer Musikinstrumente einher. Vorbild sind überlieferte Originalinstrumente oder Abbildungen etwa aus Praetorius’ berühmtem „Syntagma musicum“. Vereinzelt werden auch Originalinstrumente ertüchtigt, was aus Sicht des Denkmalschutzes jedoch teilweise als problematisch erachtet wird.
Seit fünf Jahrzehnten prägt Reinhard Goebel die Szene der Alten Musik in Deutschland wie kaum ein anderer. Die Blockflötistin Elisabeth Champollion setzt als Vertreterin der jüngeren Generation verstärkt auf genre- und epochenübergreifende Konzepte. Im Interview mit dem WDR-Redakteur Richard Lorber sprechen die beiden über ihre musikalischen Werdegänge, Entdeckungen in Archiven und über die sich wandelnden Standards in der künstlerischen Arbeit.